Überkompensation bei den Corona-Soforthilfen des Bundes und des Landes

Das Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein hatte bisher die Regularien zur Überkompensation nicht festgelegt und empfohlen, dass die Antragsteller die Ermittlung einer möglichen Überkompensation bis zur endgültigen Klärung der entsprechenden Rahmenbedingungen auf Bund-Länder-Ebene zurückstellen. Nunmehr wurden die Rahmenbedingungen einer Überkompensation festgelegt.

Die IB.SH teilt zur Definition der Überkompensation bei den Corona-Soforthilfen des Bundes und des Landes das Folgende mit:

Es liegt eine Überkompensation vor, wenn der im Zeitpunkt der Antragstellung prognostizierte Liquiditätsengpass höher war als der am Ende des Förderzeitraums tatsächlich eingetretene. * Der Unterschiedsbetrag ist zurückzuzahlen. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Es könnten z.B. Aufwandspositionen berücksichtigt worden sein, die nicht berücksichtigungsfähig waren (z.B. Tilgungsanteile von Darlehen, Kosten der privaten Lebensführung usw.). Es mag auch die Einnahmenentwicklung besser ausgefallen sein, als zum Zeitpunkt der Antragsstellung erwartet, etwa weil infolge von Lockerungsmaßnahmen die Geschäftstätigkeit früher aufgenommen werden konnte als gedacht.

Für die Frage, welche Aufwandspositionen bzw. Betriebsausgaben angesetzt werden konnten, finden Sie in den anliegenden Tabellen entsprechende Informationen.

Anlage_SH Berechnungshilfe Liquiditätsengpass (LAND)

Anlage_SH Berechnungshilfe Liquiditätsengpass (BUND)

Schreiben der IB.SH vom 5. Mai 2021

*Fragen zu einer möglichen Überkompensation sind unseres Erachtens nicht vollständig geklärt, ggf. sind von dritter Seite gewährte Beihilfen zu berücksichtigen.