Überbrückungshilfe ll – Neues Service Desk und Förderbedingungen

 

Änderung der Kontaktwege zum Service Desk
Mit sofortiger Wirkung ändern sich die Telefonnummer und die Mailadresse für das bundesweite Service Desk des BMWi für Antragsstellende.
Das Service Desk wird künftig durch die snt regiocom betrieben, die entweder über die Rufnummer 030-52685087 oder unter der
E-Mail-Adresse bmwi-ueberbrueckungshilfen@regiocom.com zu erreichen ist. Die Website www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de bleibt weiterhin der zentrale Ort für alle Informationen rund um die Überbrückungshilfe.

Welche Hotline ist wann die richtige?

1. Vor Antragstellung – ohne EAR-Nr.: bundesweites Service Desk des BMWi:
Die Hotline für die Antragstrecke des BMWi beantwortet alle technischen Fragen der Antragstrecke und inhaltlichen Fragen im Zusammenhang mit der Erstellung und Bearbeitung eines Antrags. Die Hotline kümmert sich um alle Fragestellungen bis zu dem Zeitpunkt des Einreichens des Antrags und nachgelagerter technischer Fragen im Zusammenhang mit der Antragstrecke (z.B. technische Probleme bei der Darstellung von Rückfragen durch die Bewilligungsstellen in der Antragstrecke).

2. Nach Antragstellung – mit EAR-Nr.: Hotline der Bewilligungsstelle:
Die Hotline der Bewilligungsstelle in Schleswig-Holstein ist weiterhin unter der Telefonnummer 0431-550733412, bzw. für Mailanfragen über ueberbrueckungshilfe@wimi.landsh.de erreichbar. Hier werden alle Fragen im Zusammenhang mit dem Bewilligungsverfahren beantwortet (Verfahrensstand, Rückfragen zum Bescheid, Auszahlung etc.). Bei Fragen geben Sie bitte immer die EAR-Nummer an.

Neue Förderbedingungen Überbrückungshilfe 2
Die Überbrückungshilfe 2 wird in den Monaten September bis Dezember 2020 fortgesetzt. Dabei werden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet. Das Hilfsprogramm unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten können Unternehmen für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten.

Es bleibt dabei, dass die Überbrückungshilfe für Unternehmen aus allen Branchen offen steht, die durch die Corona-Krise besonders betroffen sind. Um besonders die Unternehmen, bei denen das Geschäft durch behördliche Einschränkungen oder Hygiene- und Abstandsregeln immer noch stark beeinträchtigt ist, noch besser zu erreichen, werden folgende Änderungen am Programm vorgenommen:

1. Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder

– einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
– einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

2. Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.

3. Erhöhung der Fördersätze. Künftig werden erstattet

– 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
– 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
– 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).

4. Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.

5. Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

Wie schon das laufende wird auch das neue Programm in einem vollständig digitalisierten Verfahren beantragt und bearbeitet werden können. Die Mittel dafür werden von dem für die Digitalisierung der Verwaltung federführenden Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat bereitgestellt. Die Antragstellung erfolgt auch im neuen Verfahren über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt). Dank dieser Vorprüfung können die Anträge zügig beschieden und die Hilfen schnell ausgezahlt werden. Die Antragsbearbeitung und die Auszahlung erfolgen wiederum über die Bewilligungsstellen der Bundesländer.

Anbei finden Sie als Anlagen noch einen tabellarischen Überblick der neuen Förderbedingungen, die neue Richtlinie des Landes Schleswig-Holstein und eine Presseinformation des MWVATT.