Informationen zu aktuellem Mandantenkontakt in Corona-Zeiten

Die Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein wurde in Anbetracht der aktuell dynamischen Corona-Verordnungslage zahlreich von Steuerberatern/Steuerbevollmächtigten um Hilfe dahingehend ersucht, welche Regelungen im Mandantenkontakt zu beachten sind.

Hierzu sind folgende Punkte zu beachten (Stand: 24.11.2021):

Die Regelung für 3G (geimpft, genesen, getestet) gilt nur für Arbeitsstätten und nur für Arbeitgeber und Beschäftigte (§ 28b Abs. 1 IfSG). Es besteht keine Pflicht, auch im Mandantenkontakt die 3G-Regelung anzuwenden.

Auch die aktuelle Ersatzverkündung (§ 60 Abs. 3 Satz 1 LVwG) der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Corona-Bekämpfungsverordnung – Corona-BekämpfVO), verkündet am 20. November 2021, in Kraft ab 22. November 2021 weist keine Regelungen dahingehend auf, dass weder bestimmte Nachweise seitens des Mandanten noch Maßnahmen zur Kontaktverfolgung erbracht werden müssen. Die besonderen Regelungen (§§ 3 – 5) der Landesverordnung sind nach § 5a Nr. 2 nicht anzuwenden, soweit sie dienstliche, berufliche oder geschäftliche Zusammenkünfte betreffen. Hierunter fallen Mandantenkontakte, solange diese keine privaten Gründe haben.

Es bleibt daher bei den allgemeinen Empfehlungen, den Abstand (mind. 1,5 Meter) einzuhalten und bei Nichteinhaltung des Abstands einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen (§ 2).

Wir weisen aber darauf hin, dass es dem jeweiligen Steuerberater/Steuerbevollmächtigen frei steht, strengere Regelungen für berufliche Kontakte in seinen Geschäftsräumen zu erlassen (Stichwort: Hausrecht). Aufgrund der aktuell sehr dynamischen Pandemielage empfehlen wir  daher dringend, die Personenkontakte auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Sind Personenkontakte unausweichlich, ist zumindest die Wahrung des Mindestabstands und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für den gesamten Zeitraum des Kontakts dringend zu empfehlen.

Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein, Stand 24.11.2021