Corona: Billigkeitsanträge und Lastschrifteneinzug

In Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Pandemie und den damit verbundenen steuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen der Krise bittet das Finanzministerium um Mithilfe.

Die Anzahl der bisher gestellten Billigkeitsanträge stellt die gesamte Finanzverwaltung vor bisher noch nie dagewesene Probleme. Innerhalb der letzten vier Wochen sind durchschnittlich etwa 500% der sonst über den Zeitraum eines Jahres verteilt gestellten Anträge bei den Finanzämtern in Schleswig-Holstein eingegangen.

Die einzelnen Bearbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, entsprechende Entscheidungen über die Billigkeitsanträge zeitnah zu treffen und zu versenden.

Gerade in Zeiträumen, in denen Billigkeitsanträge geballt gestellt werden (jeweils zum 10. eines Monats), kann es jedoch zu zeitlichen Überschneidungen, insbesondere zu Lastschrifteinzügen für Beträge, für die z.B. ein Stundungsantrag zeitgleich mit der Übermittlung der Voranmeldung gestellt worden ist, kommen.

Das führt in der Praxis, sowohl für Ihre Mandanten als auch für die Bearbeiter in den Finanzämtern, zu Mehrarbeit, da ggf. das SEPA-Lastschriftmandat punktuell widerrufen werden muss.

Aus diesem Grund bittet das Finanzministerium, Sie auf die bestehende Möglichkeit des einmaligen LEV-Ausschlusses in den USt-Voranmeldungen (Zeile 73 Kennziffer 26) hinzuweisen, sofern ein Stundungsantrag gestellt wurde/wird.