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Wie bereits im Vorfeld angekündigt, startet im Januar 2014 die Einführung der „Vorausgefüllten Steuererklärung (VaSt)“ für die Einkommensteuer. Die bei der Finanzverwaltung gespeicherten Daten eines Mandanten kann der Steuerberater dann nach Vorlage einer elektronischen Vollmacht mittels einer Bearbeitungssoftware abrufen.

Die 21 Steuerberaterkammern haben die DATEV damit beauftragt, das Programm „Vollmachtsdatenbank (VDB)“ zur Erleichterung des Arbeitsablaufes zu entwickeln. Die zentrale Vollmachtsdatenbank ist eine Online-Anwendung für die Verwaltung von Vollmachten zur Vertretung in Steuersachen zwischen Steuerberatern bzw. den von diesen vertretenen beruflichen Zusammenschlüssen (Bevollmächtigter und Vollmachtnehmer) und Mandanten (Vollmachtgeber) sowie zur Weiterleitung von Daten an die Finanzverwaltung.

Für die Nutzung der Vollmachtsdatenbank entstehen Kosten in Höhe von 0,60 € + USt pro Vollmacht pro Kalenderjahr – im Jahr 2014 0,30 € + USt. Diese sind an die DATEV zu entrichten. Durch die Nutzung der Vollmachtsdatenbank wird keine Mitgliedschaft bei der DATEV vorausgesetzt oder begründet, es wird lediglich ein Nutzungsvertrag abgeschlossen.

Der Aufruf und damit die Nutzung der Vollmachtsdatenbank erfolgt ab Januar 2014 über die Homepage der jeweiligen Steuerberaterkammer.

Im Vorfeld muss der Mandant eine neue Vollmacht (Vollmacht zur Vertretung in Steuersachen) erteilen. Diese ist unabdingbare Voraussetzung und muss vom Steuerberater im Original aufbewahrt werden. In der Vollmachtsdatenbank können diese Vollmachten dann elektronisch eingegeben und an die Finanzverwaltung übermittelt werden.

Nach Übermittlung der elektronischen Vollmachten schreibt das Finanzamt den Mandanten an. Wenn dieser keinen Widerspruch gegen die Datenübermittlung einlegt, erhält der Steuerberater nach ca. 35 Tagen die Berechtigung, auf die Daten vom Finanzamt zuzugreifen.

  • In der ersten Stufe ist die Bereitstellung folgender Daten geplant:
  • Vom Arbeitgeber bescheinigte Lohnsteuerdaten
  • Bescheinigungen über den Bezug von Rentenleistungen
  • Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherungen
  • Bestimmte Vorsorgeaufwendungen
  • Name, Adresse und weitere steuerrelevante Informationen

Um die Vollmachtsdatenbank nutzen zu können, müssen selbständige Steuerberater ihre Kanzlei registrieren. Darüber hinaus können Steuerberater, die (Sozietäts-) Partner oder Vorstand / Geschäftsführer/ persönlich haftender Gesellschafter sind, Ihre Sozietät, Partnerschafts-gesellschaft oder Steuerberatungsgesellschaft registrieren. Dabei wird die Sozietät bzw. Gesellschaft nur von einem der vertretungs-berechtigten Partner einmalig registriert, alle anderen vertretungs-berechtigten Partner werden mitregistriert und können die Arbeit in der Vollmachtsdatenbank nach Registrierung sofort aufnehmen. Voraussetzung ist, dass die Daten aller vertretungsberechtigten Partner im Berufsregister der Steuerberaterkammer eingetragen sind und, dass jeder Partner eine Berufsträgerkarte („Kammermitgliedsausweis“ oder „DATEV SmartCard classic für Berufsträger“ oder „DATEV mIDentity für Berufsträger“) besitzt. Für die Nutzung der Vollmachtsdatenbank können Untervollmachten an angestellte Personen (Steuerberater und Nicht-Steuerberater) vergeben werden.

Von der Finanzverwaltung wird nur der Kammermitgliedsausweis oder die DATEV SmartCard für Berufsträger/ mIDentity für Berufsträger für die Nutzung der Vollmachtsdatenbank zugelassen (die Nutzung von anderen Signaturkarten, wie z.B. von der Deutschen Post oder vom Sparkassenverlag ist nicht möglich).